Ultramarathon-Lauftreff noerdlicher Schwarzwald

„Ultralauftreff Tausendfüsssssssssssler“ 

Eisweinlauf am 12.12.2004

laufendhelfend.de, gemeinsam laufen, gemeinsam helfen,

gemeinsam ankommen.

unter dieser Prämisse stand ein Freundschaftslauf der immerhin 63 Kilometer Länge und 1900 Höhenmeter zu verzeichnen hat. Also nur etwas  für Ultras, nein, diese Strecke wurde in 6 Etappen aufgeteilt so dass ein- und aussteigen möglich war und dieses auch überraschend gut angenommen wurde.

Von Offenburg nach Baden Baden entlang des Ortenauer Weinpfades sollte es gehen bis zum dortigen Weihnachtsmarkt.

 Ja, aber der Freundschaftslauf, deren Erlös der Christoffel-Blindenmission zugute kommt, beginnt schon am Vorabend in Bühl mit einem „Carboloading“. Da ich, und meine Lauffreunde leider erst am Sonntagmorgen anreisen konnten, und ich keine Fremdsprache- „außer schwäbisch“ – kann, musste ich  mir „Carboloading“ von Mitläufer/innen erklären lassen. Kurzum – Essen bis zum .......... es muss gut gewesen sein. Danach Übernachtung im Massenlager. Nur gut dass es die sehr schmackhafte weiße Bohnesuppe erst am Sonntagabend gegeben hat. Dank noch an den Koch.

Bei mir schrillte der Wecker nach einer 6 Tage Arbeitswoche mit Frühschicht am 7. Tag wo du ruhen sollst schon um 3 Uhr 30 ähnlich früh wie bei meinen Weggefährten. Hans Jürgen Schlotter holte mich pünktlich um 4 Uhr 15 ab und um 4 Uhr 30 durften wir uns bei Elke Mönch ins Auto setzten die uns sicher durch den Nebel nach Bühl brachte wo wir im „Dokan“ noch gemütlich einen Kaffee zu uns nehmen konnten. Hier trafen wir außer Manfred Huget aus Dornhan noch weitere bekannte Gesichter, auch aus Steinebronn. Bevor es ca. um 7 Uhr mit dem Bus zum Bahnhof nach Offenburg ging wo wir von eisiger Kälte um dort vom Bürgermeister empfangen zu werden. Hier wurden noch alle Nachzügler registriert, nummeriert und mit Schildchen mit dem Vornamen versehen, – super Idee - so wusste man gleich wer der/die Gesprächspartner/in war und zu wem der Gepäckbeutel gehört.Nach kurzer Ansprache vom Bürgermeister und vom Organisator – Rudolf -, dem Mann mit der Pfeife lief die 56 Köpfe zählende Läuferschar pünktlich um 8 Uhr los. Man musste nicht lange frieren, denn die Weinberge sind zwar nicht übermäßig hoch doch geht es ständig hoch und runter und um jeden Weinberg herum wo die Reben einsam und vereist uns keinerlei Beachtung schenkten. Die Masse hatte den Sinn des Freundschaftslaufes verstanden, denn der Geräuschpegel war schon enorm, es gab viel zu erzählen und zu hören.

Allerlei Geschichten nicht nur rund um das Laufen wurden in dem Stimmungsvollen Lauf feilgeboten. Weinberge, Weinberge, Weinberge und nochmals Weinberge, doch wer genau hinsah bekam schon viel an interessantem Kleinod zu sehen. Und schon war man am ersten Verpflegungspunkt bei Durbach am Schloss Staufenberg. Mehr als reichlich gedeckte Tische die sogar mit Tischtuch versehen waren luden zum Schlemmen ein. Ich werde das Dargebotene nicht aufzählen, denn ich möchte nichts vergessen, und die die dabei waren wissen es und die die Interesse haben können nächstes Jahr beim Eisweinlauf dabei sein und sehen und erleben. Der Mann mit der Pfeife machte sich bei jeder Etappe nach 4 Minuten bemerkbar, also die gelbe Karte und nach 8 Minuten der nächste gellende Pfiff, also die grüne Karte und schon ging es weiter Etappe für Etappe und jedes Mal mit einem originellem Etappenziel. Die Kälte blieb uns wegen der Inversion den ganzen Tag über erhalten genauso wie die gute Stimmung in der Läuferschar doch die Zahl derer die Teilnahmen wuchs immer mehr  und mehr so dass bis Baden Baden die Zahl auf sagenhafte 110 anwuchs. Da war der Rudolf doch schon ordentlich beeindruckt und sein Team noch mehr gefordert die durstigen und hungrigen Mäuler zu stopfen, mussten sie doch 6 mal die Verpflegungsstände auf- und abbauen, das Gepäck mit der Wechselkleidung – „ach eine Wohltat“ – nach den Nummern sortiert bereitstellen. Und so kamen wir bei Dunkelheit in einer geschlossenen Gruppe von ca. 110 Teilnehmern, mehr oder weniger erschöpft und von den 56 in Offenburg gestarteten mit noch 52 auf dem Weihnachtsmarkt in Baden Baden an. Nach ein paar kurzen Sätzen vom Bürgermeister, dem obligatorischen Gruppenbild für die Presse, einem kurzem Resümee vom Rudolf ging es wieder per Bus nach Bühl ins „Dokan“ wo geduscht werden konnte und noch ein gemütlicher Abschluss stattfand.

Genauso beeindruckend wie die perfekte Organisation war auch der Abspann den Rudolf Mahlburg – der Organisator – seiner Frau und seinem Team  zukommen ließ. Ohne die vielen freiwilligen freundlichen Helfer/innen kommt ein Organisator genauso wenig aus wie wir, die eigentliche Nutznießer – Läufer/innen. Der tosende Beifall für die Helfer war daher ein Versuch des Ausdruckes als Dank an sie. Unsere ständigen Fahrradbegleiter, die uns auf den 9 ½ Stunden begleiteten hatten „ihr“ warmes Bad mehr als verdient.

Dieser Lauf/Tag ist schwer zu Beschreiben und das Aufzählen aller Einzelheiten ist sicher nicht sinnvoll, aber hervorzuheben ist noch dass das Schlagwort das als Logo überall gut sichtbar vom Organisator angebracht  war,  

„laufendhelfen.de“  gelebt wurde denn es waren  Menschen mit Behinderungen als Läufer/in und Helfer mitten unter uns dabei.

helft anderen, helft Rudolf beim 4 Eisweinlauf 2005 irgendwie wird er schon einen 2. Bus organisiert bekommen.

 

Bericht und Bilder Franz Leins

 

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