Ultramarathon-Lauftreff nördlicher Schwarzwald

„Ultralauftreff Tausendfüsssssssssssler“
Baiersbronn ..............
Baden Baden 22. Juli 2005
ein
Nachtlauf.....über 65 Kilometer........
........ein Lauf, zur Unterstützung von Kindern die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, ein Lauf für die „aktion benni & co“ organisiert von Rudolf Mahlburg, bekannt durch www.laufendhelfen.de und wie immer unter dem Motto
gemeinsam
laufen
gemeinsam helf
gemeinsam ankommen
und es ist auch ein Lauf für uns, für uns Ultraläufer/innen denn die Distanz beträgt immerhin 65 Kilometer die Erlaufen sein müssen, um in den Genuss des gemeinsamen „Cooldows“ zu kommen. Cooldown ??? ihr werdet es noch erfahren was das ist, und diejenigen, die die Ausschreibung gelesen haben konnten sich es denken was „Cooldown“ ist.

Wie soll ich euch berichten, wie es abgelaufen ?? was wir/ich erlebt ?? und wie die Stimmung ??? und und..... wenn mein Geschreibsel besser sein soll wie dieses kaum zu toppenden Laufevent. Rudolf, seine Frau Brigitte und sein klasse
Helferteam hatte im Vorfeld ganze Arbeit geleistet, als sich die Teilnehmer/innen schon sehr frühzeitig am Bahnhof in Baiersbronn einfanden.
Werbetransparente, Infowand die Tische zur Registrierung waren bereits aufgebaut als die S- Bahn von Baden Baden um ca. 21 Uhr mit dem Großteil der Teilnehmer/innen eintraf. Bruno aus Winterthur, direkt nach der Arbeit mit dem Motorroller angereist, ich glaube es zumindest war der erste der eintraf.
Heike Christ aus Horb und meine Wenigkeit der Franz vertraten den Ultralauftreff die „Tausendfüßßler“. Ein Franzose war auch dabei.
Wie bei allen seinen Aktionen
registrierte Rudolf noch alle Mitläufer/innen, verteilte die Warnwesten und die
T-Shirts und schon konnte es losgehen. Nein,
weit gefehlt wir waren startklar doch die Uhr, der Zeiger, der zeigte noch nicht ganz nach oben. 22 Uhr sollte der Start sein und so konnte Rudolf uns noch in aller Ruhe ein paar Regeln für das Nacktlaufen, oh Mann/Frau was denkt ihr jetzt ?? natürlich Nachtlaufen mit auf den Weg geben.

Endlich,
der Touristikmanager von Baiersbronn, ein freundlicher Mann, gab nach sehr
kurzer Ansprache den Startschuss. Im Vertrauen, er hat nicht geschossen, denn
da wäre ja ganz Baiersbronn aufgewacht um diese Uhrzeit. Aber was sind das für
„verrückte“ die zur nächtlichen Stunde sich auf den Weg, auf den 65 Kilometer
langen Weg nach Baden Baden machen wo doch erst vor kurzem die Bahnstrecke zur
S-Bahn ausgebaut wurde. Schreckte der hohe Fahrpreis oder etwa der langsame Fahrkartenautomat
die fast
fünfzigköpfige sehr illustere
Läuferschar
so ab, dass per Pedes sich auf den Weg zur Casionstadt gemacht wurde ?.
Nein, laufendhelfen für einen guten Zweck unter diesem Motto haben wir uns zusammengefunden, so können wir einen kleinen Beitrag leisten für alle die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, helfen in finanzieller und moralischer Hinsicht und dazu noch unserem Hobby dem Laufen über die Marathonstrecke nachzukommen.
Also hinaus aus Baiersbronn,
hinaus in die kühle Nacht,
hinaus in das Abenteuer der dunklen Nacht, doch den Laufgeschichten nach waren
die Ersttäter/innen in Hinsicht der Nacht und der Länge in der Minderheit.
Unsere Radbegleiter und die Helfer vom DRK
sicherten uns durch die ganze Nacht auf den wenigen Straßenüberquerungen ab,
und sorgten überdies, dass niemand nach einer Pinkelpause alleine im dunklen
Wald zurückblieb.Der Murgtalweg war unser längster Begleiter, genauso das Gequassel über diverse Themen die sich
nicht immer nur um das Laufen drehten. Die Zigarette danach, oder war es die
davor, manche ziehen es währenddessen vor......... nochmals Gequassel, der Frauenanteil war erfreulicherweise sehr
hoch. Dazu
emanzipiert,
die Männer quasseln lauter und schon kam der erste Verpflegungspunkt der von
den Menschen der „aktion benny & co mehr als liebevoll aufgebaut war. An
jedem Verpflegungspunkt war das
Logo von „laufendhelfen“ mit Teelichtern aufgebaut.
Ich habe mich mit Brot, Zibeben
(Rosinen), Nissle (Nüsse), Gommibärle, Boullion, Schoklad, Miasliriegl, Wasser
und am Schluss auch noch mit Coca Cola in unterschiedlichster Reihenfolge
verpflegt. Rudolf, muss ich noch nachzahlen???
Besonderes Interesse weckten wir nach
Mitternacht bei Jugendlichen beiderleier Geschlecht die auf die S-Bahn warteten
und uns zum mittrinken animieren wollten,
was wir ebenso ablehnten, wie diese, bei uns mitzulaufen. Also, entweder Saufen
oder Laufen, beides zusammen geht
nicht. Und so liefen wir wieder hinaus in die dunkle Nacht, kein Sternchen amHimmel,
es war bewölkt und doch, zum frühen Morgen konnten wir etwas Helles am Himmel
erkennen. Aber davor mussten wir noch die wirklich einzigste Steigung zur
letztem Verpflegungsstelle meistern. Wir wanderten bergauf, oder zumindest der
Rudolf mit seinem „Wüsten Wanderschritt“. Ich jedenfalls hing dabei etliche male waagrecht in
der Luft. Diesen Wanderschritt demonstrierte er uns über die ganze Nacht
mindestens einmal pro Stunde.

Die letzte Schlacht war eingeläutet
und so stürzten wir uns über den
letzten Verpflegungsstand und danach
gemächlich hinab um durch den Park vom Schloss Favorit, auf den Stufen verweilten wir uns noch ein wenig, um
anschließend nach Sandweier ins Strandbad zu eilen. Beim einlaufen ins
Strandbad mit großen Beifall empfangen erhaschte ich schon das Frühstücksbüffet, 
ganz rechts war es aufgebaut. Körbe mit verschiedenen Brötchen, Obst, Orangensaft und das Kernstück, das „BÜFFET“, auf Tischen mit Tischdecken die verschiedenen Wurstsorten, Käse, Butter, Marmelade usw.... war auch Fisch dabei??, und das alles aufgebahrt als in Buchstaben die zusammen „laufendhelfen“ ergaben.
Ich weis, das glaubt ihr mir nicht, darum ich tue ein Bild dazu. Doch um in den Genuss dieses phänomenalen Frühstückes zu kommen, gab es noch die im Preis inbegriffen Gymnastik, den Feind aller Ultramarathon Läufer/innen, so sah es auf jeden fall aus.
Und wie war das noch mit dem „Cooldown“
? ab, in den
Baggersee, der übrigens angenehme Frische brachte und jetzt war
es soweit,
die Schlacht am Büffet war eröffnet. Es gab keine Schlacht, es folgte nur die Fortsetzung der Harmonie der langen Nacht und noch ein paar wenige Worte von Rudolf und noch ein längeres Frühstück.
Schlusswort
Es war nach dem Eisweinlauf, das zweite mal dass ich bei laufendhelfen dabei war, es war aber nicht das letzte mal.
Dieser Lauf bietet sich geradezu an, für Läufer/innen die es mal versuchen
möchten
länger als Marathon zu laufen. Es waren etliche dabei, die es geschafft haben.
Rudolf erwartete von uns beim Frühstück Kritik, ich wollte da nichts sagen man weis ja nie die Reaktionen die folgen könnten und ich wollte doch noch meinen Teller ein zweites mal füllen. Jetzt traue ich mich aber doch, verschanzt hinter meinem PC, der nicht immer das macht was ich will.
Jetzt Rudolf bekommst du dein Fett weg : Du hast uns/mir keine Chance gelassen etwas zu finden über das man Kritik machen könnte absolut keine Chance, das ist nicht o.K. wenigsten der Baggersee hätte kälter sein können!!!!!
Bedanken möchte ich mich noch im Besonderen bei den vielen freiwilligen Helfern, ohne die wir nicht in den Genuss einer so schönen läuferischen Nacht gekommen wären.

Bericht : Franz Leins
Bilder : Von vielen Teilnehmer/inne